Sie oder ich? Dann wohl ich!

Puh, tja eigentlich gibt es nichts Neues. Puschel hat zu dem Thema was mich seit Wochen beschäftigt nach wie vor kein Wort verloren. Ob er überhaupt darüber nachdenkt? Ich für meinen Teil denke Tag und Nacht daran. Aber dazu sagen kann ich nichts oder darf ich nicht? Wenn ich nun eine heiße Diskussion über das Thema losbreche, kann ich ihm auch gleich vor den Kopf schlagen und sagen 'du bleibst gefälligst hier' ._. die Entscheidung muss er wohl wirklich alleine treffen. Das schlimme ist nur, ich weiß das er anstandslos zurück nach Österreich gehen wird! Wenn Mama ruft... !
Und genau aus dem Grund versuche ich seit Wochen eben nichts zu sagen. Ich will nicht das Puschel hier bleibt und seiner Mutter somit in den Rücken fällt, nur weil ich das will! Sondern wenn er hier bleibt, dann weil ER will... ich mag mich da keinesfalls zwischen ihn und sie stellen. Was bleibt also? Warten und schon mal Wundsalbe kaufen, für das Messer in meinem Rücken! Ich will nicht das er geht, keinesfalls, nie und nimmer... ich will das aus unserer Beziehung endlich wieder eine Beziehung wird und nicht wie es jetzt ist ein genervtes nebeneinander herleben für zwei Stunden am Tag. Das geht aber nicht, wenn alles so bleibt wie es jetzt ist und ebensowenig wenn er wieder in Österreich ist. Ich hoffe inständig, das er wenigstens mal kurz darüber nachdenkt was er machen möchte und wie es dann weiter geht und nicht einfach nur der Person nachrennt, die ihm die Entscheidung abnimmt... !
19.6.12 14:06


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Bald also wieder allein gelassen!

Wieder mal etwas, was ich nicht so ganz verstehen mag. Puschel war vor einiger Zeit für ein paar Tage in Berlin und hat sich dort auch mit seiner Mutter getroffen. Als er dann zurück kam, platzte quasie sogleich die große Bombe. Wochenlange Planung wurde mal eben über den Haufen geworfen zu Gunsten einer fadenscheinigen Ausrede seiner Mutter. Soll auf Deutsch heißen, Puschel geht nach seinem Zivi zurück nach Österreich... weil er ja seinen Führerschein da machen will/soll/muss!
Natürlich... ich meine, das ist total nachzuempfinden das man dann das komplette Studium ein Jahr nach hinten verschiebt, nur um 'mal eben' seinen Führerschein zu machen.
Etwas was ich absolut nicht nachvollziehen kann.

Planung wäre eigentlich gewesen. Puschel macht seinen Zivi zuende und schreibt sich quasie JETZT an der Uni ein, für ein Studium in Computervisualistik. Passend zum Wintersemesterbeginn wäre der Zivi zuende und alles würde perfekt ineinander laufen. Der Zivi wäre vorbei und er müsste nicht mehr jeden Tag um 5 ausm Bett springen und wäre früher als 20:30 Uhr wieder Zuhause. Wir hätten endlich mal wieder etwas mehr Zeit für das UNS! Klar, Studium ist anstrengend aber es kann hier, also Zuhause, anstrengend sein, nicht irgendwo oben bei Berlin.

Neue Planung, dank seiner Mutter. Zivi zuende, ab nach Österreich, kurz mal Führerschein machen und dann? Ja dann mal gucken... von Mutti bequatschen lassen nicht zurück nach Deutschland zu gehen wahrscheinlich. Es wäre alles wieder genau wie früher, Kontakt nur über den Rechner und ansonsten, tja nix eben!

Ich bin ja nicht vollkommen doof, soll heißen das ich weiß das seine Mutter mich nicht mag. Auch wenn sie mich nicht wirklich kennt aber wenige Minuten reichen meist schon um sich ein Bild vom jeweils anderen zu machen. Ich gebe auch zu, das ich ihrem Bild von mir im Moment wohl mehr als nur entspreche, sie also durchaus richtig liegt mit ihrer Meinung über mich. Doch gibt ihr das einen Grund ihren eigenen Sohn nicht endlich mal das machen zu lassen was er will?
Klar könnte ich mich nun hinsetzen und versuchen Puschel zu überreden hier zu bleiben und was weiß ich, ihm die Pistole auf die Brust zu setzen. Doch was bringt das? Dazu bin ich nicht da, so einfach ist das. Es ist seine Entscheidung und da mische ich mich nicht ein. Er muss wissen was er als nächstes tut, ist immerhin kein Kind mehr! Aber diese hirnrissige Aktion, ohne mal einen Moment darüber nachzudenken, muss ich noch lange nicht gut heißen! Hauptsache Sohnemann ist wieder Zuhause, alles andere ist zweitrangig!
13.6.12 00:09


Hobbys

Jeder braucht doch ein Hobby oder? Aber wieso eigentlich? Um sich abzulenken? Um die ganzen angestauten Energien loszuwerden? Um ehrlich zu sein, bin ich mir nicht ganz sicher wieso alle Welt ein Hobby hat, vielleicht eines der vielen Geheimnisse der Menschheit :P die mir immer verborgen bleiben werden.
Fakt ist jedoch, ich mag auch ein Hobby haben. Also ich meine eines, außer zockend vorm Rechner hocken und warten bis die Augen eckig werden.
Als ich das meinem Herrn der Schöpfung sagte, kam nur ein trockenes 'Kannst doch spülen oder das Schlafzimmer aufräumen' bähm, wie ein Schlag mitten ins Gesicht! Aber gut, die dicke Luft ist nun auch verflogen.
Also was als Hobby machen? Früher habe ich viele Sigillen gezeichnet. Was aber als Hobby nicht wirklich in Frage kommt, es kostet einfach zu viel Kraft und vor allem, ist es nichts was man einfach mal so macht... sondern etwas 'auf Bedarf' quasie.
DOCH NUN ó.ò nun fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren ich mag endlich wieder mal richtig sauiges Zeugs machen, rumstauben, handwerkeln!
Und was kam mir da sofort in den Sinn? *_* Speckstein! Kennt das wer? Das sind Steine die ganz weich sind, man kann sie mit Feilen, Schmirgelpapier etc bearbeiten. Richtig tolles Material. Vielleicht kennen einige die noch aus dem Werkunterricht in der Schule oder woanders her (naja leider zählt sowas auch als Beschätigungstherapie in verschiedensten Klappsen :P) auf jeden Fall macht es eine Menge Spaß PUNKT! (Oder Ausrufungszeichen muharhar)
Naja leider muss ich nun erst mal warten, bis ich mir das was ich dazu brauch kaufen kann, also um genau zu sei, bis nächsten Monat ^^
Aber dann kanns losgehen, mit ganz viel Zeugs was mir jetzt schon im Kopf rumgeistert. Hm, eine Idee wäre natürlich auch, das was ich da fabriziere, wobei man auch tollen Schmuck machen kann, aufzuladen und zu verschenken. Mal ausnahmsweise was nettes von meiner Seite *fg*
20.5.12 03:25


Erinnerungen

Irgendwann, kommt die Zeit für Alles und Jeden. Freundschaften zerbrechen und Dinge gehen einfach kaputt. Letzteres ist doch nicht wirklich schlimm oder? Manchmal aber doch, so wie für mich, genau heute.

Meine Katze hat heute zwei meiner Drachen von der Fensterbank geworfen, die darauf hin freudig in hundert kleine Teile zersprangen.
Eigentlich könnte es mir egal sein, denn immerhin waren es nur ein paar Figuren aus Kunststein. Nichts wirklich wertvolles, zumindest nicht materiell gesehen.

Diese beiden Drachen, waren für mich eher Erinnerung als irgendein Gegenstand. Ich hab sie mir 2000 gekauft, von meinem allerersten Lohn den ich damals bekommen habe. Wobei, eher habe ich die Arbeit nur wegen den Drachen angenommen, denn ich wollte sie haben und von irgendwoher musste das Geld ja kommen. Also bin ich für diese Drachen arbeiten gegangen.
Das Jahr 2000 ist für mich das letzte Jahr, an das ich mich noch als schöne Zeit erinnern kann. Das letzte Jahr in dem ich mein Leben noch richtig genießen konnte. Ich war zwar schon damals 'krank' aber es hat weder mich noch andere interessiert. Ich war frei, fühlte mich gut und ... ja wie man es eben so als 'Jugendliche' wahrnimmt... ich konnte die Welt aus den Angeln heben. Alles war noch so einfach. Wenn ich diese Drachen angesehen habe, dann hab ich mich sehr oft an all das erinnert was ich damals getan habe, wie mein Leben für mich damals war. Ich bin damals sogar noch ins Schwimmbad gegangen :P denn damals war mein Hautproblem noch nicht so stark. Klar ging es mir nach einem kompletten Tag im Schwimmbad nicht gut, ich musste mich übergeben und meine Augen brannten. Doch nach einer Nacht, in der ich ausfallend mit nassen Handtüchern kuschelte, ging das Leben einfach wieder weiter. Verloren hatte ich damals schon viel, doch ich war in einer Phase wo ich begann einzusehen, das mein Leben auch mit gebrochenem Herzen und dem Wunsch meinen Cousin wiederzusehen, weiter gehen konnte. Es war eine kurze Zeit, eine Zeit von vielleicht einem halben Jahr, doch an diese Zeit habe ich mich selbst heute noch oft geklammert. Und ich hatte etwas aus der Zeit, etwas was ich ansehen konnte und mit dessen Hilfe ich in Erinnerungen schwelgen konnte. Doch jetzt? Jetzt habe ich garnichts mehr, jetzt habe ich nur noch Narben die mich an die Zeit danach erinnern, ich habe Träume von davor und danach. Aber nichts mehr von genau diesen paar Monaten in denen ich mich das letzte mal richtig wohl gefühlt habe.

Das ist es wohl wieso ich mich heute so schlecht fühle, den ganzen Tag nur Filme sehe und vor mich hinleide wie ein geprügelter Hund. Ziemlich mies sich einfach so gehen zu lassen aber ich kann gerade wirklich nicht anders als darunter zu leiden, das meine letzten Erinnerungen heute im wahrsten Sinne des Wortes am Boden der Tatsachen zerschellt sind!
22.4.12 23:47


blutige Nachtgespinste

An manchen Tagen wünschte ich mir, das ich mich nicht an jeden Traum erinnern würde. Ich beneide die Menschen, die morgens aufwachen und nichts mehr von ihren Nachtgespinsten wissen.
Doch ich vergesse nie, keinen einzigen Traum. Denn so viele waren es auch nicht, meistens sind es ein und die selben Träume die sich ständig wiederholen. Eher selten mal etwas neues.
Diese Nacht allerdings, Überraschung. Ein neuer Traum, einer der mir wahrscheinlich wieder mal so viel aus meinem kranken Hirn mitteilen möchte, den ich aber als nichts anderes sehe als eine Bestätigung meiner eigenen Meinung von mir.
Eine kleine Kostprobe?
Es war dunkel, zu dunkel als das einfach nur Licht fehlen würde. Wie tiefschwarze Leere ohne Wände, ohne Boden ohne Existenz, nur mit einem Kreis aus Helle um mich herum so das ich nur mich erkennen konnte. Und doch 'stand' ich in mitten dieser Leere. Es war warm oder eher gesagt, es war glühend heiß und roch nach... erwartet ihr nun Schwefel? :P nein, es roch nach Vanille und frisch angeschnittener Petersilie!
Ich sah an mir herunter und stellte dann fest, das ich ein langes, dunkelrotes Kleid trug, mit Cremefarbener Spitze überall. Atmen tat ich nicht, auch spürte ich keinen Herzschlag so wie sonst bei meinen Träumen. Wenn ich zb mal wieder maßenmordend durch die Gegend renne und mein Herz dabei wie wild pocht und sich mein Atem schier überschlägt. Doch diesmal nicht. Diesmal fühlte ich mich wie in einem toten Körper aber es war definitiv mein eigener.
Bevor ich mich auch nur einmal bewegen konnte erklang ein ekliger, schriller und schmerzender Schrei. Ich hielt mir die Ohren zu und ging auf die Knie. Es war als würde der Schrei Jahre anhalten und nie wieder verebben wollen und doch tat er es irgendwann. Ich nahm die Hände herunter und sah das sie voll Blut waren. Blut was mir aus den Ohren lief. Den Blick von meinen Händen abwendend, starrte ich mit einem mal auf... ja wie soll man es beschreiben? Auf einen Engel? Zumindest sah es so aus, es war keine Menschliche Erscheinung sondern eine Art Siluette eines Menschen, die gelblich schimmerte. Doch die grau melierten Schwingen waren real, sahen greifbar aus, als wären sie aus festem Material. Fleisch, Haut, Kochen, Blut und Federn, all dies. Die Stimme die sich erhob, brannte sich tief in meinen Kopf, es schmerzte. Die Worte wurden nicht gesprochen, dessen war ich mir sicher, sie fraßen sich direkt in meinen Geist hinein und drohten ihn wie ein tollwütiger Hund zu zerfetzen. 'Nun da es zuende ist, will ich dir einen Wunsch gewähren' riss es sich durch meine Gedanken und ich raffte mich auf um mir das Wesen vor mir genauer anzusehen. Ich spürte einen alten, tiefen und brodelnden Hass in mir und starrte 'es' die ganze Zeit nur an, bis es mich wieder auf die Knie riss. 'Nun, was soll es sein?' hörte ich und fauchte wütend auf. Es dauerte eine Zeit bis ich wieder aufstehen konnte und mein Kopf sich wieder etwas beruhigt hatte. 'Dann wünsche ich mir alles Gute für meine Familie, für meinen Freund und die, die mich trotz allem mögen' ich hatte nicht wirklich einen Gedanken an meine Worte verschwendet und auch danach hatte ich keine Zeit mich derer gewahr zu werden. Denn sofort erklang ein zischendes, schmerzhaftes Lachen was mich beinahe wieder auf die Knie zwang. 'Ein Dämon mit Reuhe? Das gab es nie und wird es auch nie geben. Sie endlich was du bist und handel danach!' in diesem Moment spürte ich ein Zucken an meinem Bein. Meine Hand glitt zum Rock des Kleides und griff etwas kaltes. Einen Dolch? Kurz nur sah ich ihn an und schleuderte ihn dann gen Richtung des Wesens. Natürlich flog er hindurch, konnte es nicht verletzen und doch bleib das Wesen kurz ruhig, als würde es nachdenken was da gerade geschehen war. 'Du willst das ich so handel wie es für mich typisch ist?' fragte ich leise und schon erklang die Stimme in meinem Kopf, voller Hohn und Sarkasmus 'Du kannst mich nicht töten!' Mein Blick ging gen meiner Füße, bevor ich dann losrannte 'Nein, kann ich nicht aber ich kann dir deine Flügel nehmen' Der Dolch war mit einem mal wieder in meiner Hand und fand seinen Weg in eine der Schwingen. Der Schrei welcher erhalte lies mir kurz Übelkeit innewohnen bevor ich merkte das es mein eigener war. Ich griff die Schwinge aus der seltsam weißes Blut floss und riss sie entzwei. Überall wo das Blut mich traf, fraß es sich in meine Haut und hinterlies stechende Schmerzen, doch das war mir in dem Moment egal. Ich zerriss auch die zweite Schwinge und wich dann zurück. In dem Moment wurde aus dem Wesen etwas greifbares. Menschliche Züge entschienen, ein junges Gesicht eines Mannes. Er kam mir so seltsam vertraut vor und blickte mich aus tiefblauen Augen an. Ich schüttelte den Kopf als er nun normal zu sprechen begann. 'Du hast...' weiter kam er nicht, denn bevor er aussprechen konnte, zog ich den Dolch aus einem der zerfetzten Flügel und rammte ihn dem Mann genau in die Stirn 'Ich hab garnichts!' Ich hatte nicht oft in meinem Leben ein Gefühl von Genugtuung in meinem Leib aber im Traum fühlte es sich genau so an, genau das spürte ich als er starb! Die Dunkelheit um mich herum zersplitterte wie ein Spiegel in den man einen Stein warf, die Scherben fielen einfach zu Boden und wichen einer normalen Welt wie ich sie kannte, einer Grauen Pampe aus Desinteresse und Gleichgültigkeit. Ich stand in einer Gasse, sie wirkte alt und nicht gerade gepflegt.Überall lag Müll herum und es roch wiederlich nach allem was man nicht riechen wollte. An einer Wand lehnte ein Mann, er wirkte wie ein gewöhnlicher Penner. Er sah mich aus müden Augen an, seine Pupillen weiteten sich und er wollte vor mir zurückweichen, doch seine Beine und der Alkohol nachdem er stank, hielten ihn davon ab. Sein Pech denn Sekunden später hielt ich sein Herz in der Hand und blickte auf den leblosen Körper hinab. Ich konnte richtig spüren wie ich lächelte. Ich lies das blutige Herz einfach neben ihn fallen und ging weiter. Ab hier war ich nicht mehr in meinem eigenen Körper, sondern sah mich nur noch die Gasse entlang gehen... tja und dann klingelte der Wecker. Wieder mal eine Nacht rienster Blümchenträume, willkommen in meiner Welt
29.3.12 20:07


Mein Leben heute!

Wie ist es denn heute? Hm, heutzutage habe ich nichts mehr, keine schöne Wohnung, keine Arbeit, keine Nerven. Ich liebe meinen neuen Freund, ich fühl mich die meiste Zeit über sehr wohl in dieser etwas seltsamen Beziehung aber mein Leben, tja mein Leben hasse ich seit 2 Jahren beinahe abgrundtief! Keine Arbeit, eine Wohnung beinahe ohne Möbel, keine Perspektive, keine Kraft mehr irgendwie wieder auf die Beine zu kommen!
26.3.12 18:16


Ein kleiner Blick in die Vergangenheit.

Vor einigen Jahren, hatte ich eine Wohnung. Sie war mit 3 Zimmern und 80 qm² vielleicht nicht die größte aber sie war schön. Das Badezimmer war it Sandstein gefliest und die Wände ebenso. Darin stand meine Waschmaschine, dort hang ein schöner, großer Kristallglasspiegel und darin stand ein weißer Ratanbadezimmerschrank mit herausnehmbaren Körben. Als Schlafzimmer hatte ich mir den kleineren Raum herausgesucht weil ich lieber in einem etwas engeren Raum schlafen wollte. Im Schlafzimmer hatte ich schöne, dunkelrote Vorhänge. Ein Bett in dem Sinne hatte ich nicht, nur zwei Matratzen die ich auf dem Boden liegen hatte mit einem schönen Holzrahmen drumherum. Den hatte der Vater meines damaligen Freundes gemacht und mit einigen Schnörkeln verziert. Als Kleiderschrank hatte ich den, aus dem Nachlass der Oma meines Freundes. Dunkles Holz mit einem leichten Rotstich. Er war einfach, ohne Schnitzerreien oder sonstigem Firlefanz. aber er hatte geschwungene Türen, also solche die nicht wie bei normalen Türen gerade sind, sondern so Ausbeulungen hatten. Unter dem Kleiderschrank stand noch das Jahr eingebrannt an dem er gebaut wurde, nämlich 1932!
Auch im Schlafzimmer hang ein Spiegel. Ich hatte zwei Nachttische und eine Schminkkomode die ganz im Stil der 60er Jahre in Ostdeutschland waren. Alle drei hatten auflegbare Glasscheiben so das man auf die Nachttische zum Beispiel Deckchen legen konnte und dann das Glas drüber. Der Schminktisch hatte einen aufklappbaren Spiegel und mehrere Schubladen mit Kristallgriffen. Im Flur stand ein kleiner Telefontisch. Chippendale von der ehemaligen Arbeitgeberin meiner Oma. Ich hatte den Schrank als Kind immer so schön gefunden wenn meine Oma mich mitgenommen hatte wenn sie putzen ging.
Die Küche war auch mit Sandstein gefliest und darin stand mein großer Kühlschrank mit riesigem Gefrierfach unten drunter. Daneben stand noch ein reiner Gefrierschrank für das Tierfutter. Als Möbel hatte ich unbehandeltes Holz, eher im Bauernstil (ich komme gerade absolut nicht darauf wie sich der Stil schimpft) Keine Mikrowelle denn sowas mag ich nicht. Der Herd war nagelneu.
Das Wohnzimmer hatte als einziger Raum Teppich. Darin stand meine riesige Couch. Eine Eckcouch mit einer sehr tiefen Sitzfläche und haufenweise Kissen. Der Fernsehtisch war eher nur Deko, zwar stand da auch ein Fernseher drauf aber ich persönlich hab selten Fern gesehen. Aber der TVtiisch war schön. aus dunklem Holz mit Glasscheiben unten wo die Fächer waren. Desweiteren standen zwei Schreibtische darin, für die zwei Rechner. Der eine war ein alter Herrenschreibtisch, riesengroß und bullig. Der andere ein eher neuer Tisch mit ausfahrbaren Flügeln falls man mal etwas mehr Platz brauchte. Mein Wohnzimmertisch war ebenfalls riesengroß, zum ausklappen. Ich hatte im Wohnzimmer auch einen normalen Wohnzimmerschrank auch wenn ich ihn eigentlich nicht haben mochte aber er passte zum Fernsehschrank. Die große Fensterfront wo es ab ging zum Balkon hatte selbstgenähte Vorhänge und Gardinen, genau wie das kleinere Fenster. Aus dem Balkon stand der Käfig für meinen Hasen und ich hatte die Blumenkästen brav bepflanzt.
Im dritten Zimmer stand mein alter Esszimmertisch den ich mal von einer Arbeitskollegin meines Opas gekauft hatte als diese umziehen musste. Ein riesiges Teil. Er war auch aus dunklem Holz mit diesem Rotstich, genau wie der Kleiderschrank. Unter der Platte lag noch eine weitere Holzplatte die man in die Mitte des Tisches legen konnte wenn man ihn auszog. Dazu hatte ich von ihr noch vier Stühle bekommen die aus Rohren zusammengeschweißt waren und irgendwie total zu dem alten Tisch passten weil sie eher modern waren. Gegensätze ziehen sich halt an. Die vier großen Bücherregale hatte ich gekauft als ich nach Magdeburg gezogen bin, von meiner letzten Kohle die ich nach dem Umzug noch hatte. Sie waren natürlich voll mit Büchern.
Und vor der Woohnung, ja da stand ein 'Kastenwagen'! Ein neuer Citroen Belingo in weiß :P gehört sich halt so bei einem Firmenwagen mit Firmenwerbung drauf.
Wie sah mein Leben denn so aus? Ich stand früh morgens auf, weil ab 8 Uhr das Kundentelefon schon begann zu klingeln. Ab in die Küche, einen Kaffee aufsetzen, dann mit dem Hund raus. Ab wieder in die Wohnung, schnell den Hund gefüttert und beim verlassen der Küche einen Kaffee geschnappt. Balkontüre auf, damit Frischluft reinkam, dabei mit dem Kaffee in der Hand den Hasen aus seinem Käfig gelassen das er seiner liebsten Beschäftigung nachgehen konnte... auf dem Balkon rumrennen. Dann gings an den Rechner. Zuerst einmal den Anrufbeantworter abhören, denn das dicke Telefon mit Fax stand an meinem Schreibtisch. Meistens waren morgens schon drei Bestellungen auf Band. Die hab ich dann eingetragen und danach meine Mails durchgesehen. Noch mal ca. 20 Bestellungen eingetragen. Dann gings los. Mit der Zeit merkt man, wann das Telefon am meisten klingelt und wann nicht. Von 8 bis 11 Uhr klingelte ca. im Minutentakt das Telefon und Leute belaberten mich mit ihrem Schwachsinn. Aber alles kein Problem. Ich fand nebenbei sogar noch Zeit zum zocken, damit mein Kopf nicht vollkommen matsche wurde. Um 11 Uhr dann schnell einkaufen und noch mal mit dem Hund, das musste in einer Stunde erledigt gewesen sein denn ab 12 Uhr lief das Telefon wieder heiß durch die, die da Mittagspause hatten. Immer wieder Mails nachgucken und neue Bestellungen eintragen. Zwischendrinne noch spülen, Wäsche waschen, Wohnung machen, mit dem Hasen kuscheln. Da mein damaliger Freund sich irgendwann gegen 14 Uhr meist auch aus dem Bett bewegt hatte, da dann auch noch brave Hausfrau spielen und dem Herren Essen machen. Gegen 18 Uhr hab ich angefangen die Rechnungen für den Tag anzuweisen und an den Vater meines Freundes zu schicken der die mit seinen eigenen jedes mal rausschickte. Noch mit dem Lieferanten telefonieren wie jeden Tag wenn sich in der Bestellliste was änderte was jeden Tag vorkam. Wenn das alles fertig war, war es auch schon abends. Dann vielleicht noch im Teamspeak mit ein paar Leuten aus meinem damaligen MMORPG und nebenbei die Nase in diverse Tierarztbücher... immerhin verkaufte ich damals Hundefutter und wurde immer wieder mit Fragen bombadiert deren Antwort ich als Vertreiber nunmal wissen musste. Abendessen kochen. Der Herr von und zu hatte derweil den ganzen Tag auf der Couch gelegen und NICHTS gemacht. Ging aber gegen 23 Uhr totmüde ins Bett während ich dann endlich mal Feierabend hatte. Schnell in die Wanne, noch mal mit dem Hund, Hasen wieder einfangen und wegsperren. Ab an den Rechner. Um 0 Uhr Kundentelefon abschalten und den AB seine Arbeit machen lassen. Meist bin ich dann zwischen 1 und 2 Uhr ins Bett um dann am nächsten Morgen wieder um 6 aufzustehen und den selben Mist wie am Tag davor zu machen. Tja, was hatte ich davon? Im Schnitt um die 2500 Euro im Monat, neue Klamotten im Schrank, mal eben eine neue Couch wenn eine gebraucht wurde, den Kühlschrank immer voll und wenn man etwas anstand was man nicht mal eben so bezahlen konnte, dann halfen die Eltern von meinem damaligen Freund aus.
Mein Leben war damals stressig, ich war in einer Beziehung in der ich nicht sein wollte aber bis auf die Beziehung habe ich mein Leben geliebt!

22.3.12 05:20


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